Mittwoch, 31. August 2016

Ein Kleid für eine Hochzeit (Teil 3)


Am 13.August wurde zu einer Hochzeit geladen. Meine Freundinnen und ich durften uns in festliche Garderobe schmeißen und Blumen im Haar tragen. Männer sollten Mascherl/Fliege tragen. In lässigen Zeiten, wie heute, weiß man gar nicht mehr, was festlich ist, wo die Grenzen zu "not enough" und  "too much" sind. Als mein selbstkreiertes Kleid fertig war, war ich mir unsicher, ob es nicht doch zu overdressed ist. Wenn so ein Kleid fertig ist, ist es noch nicht ganz zu spät, einen Rückzieher zu machen, aber irgendwie eigentlich doch. Hier ist es, mein Abendkleid:




Der Rückenansicht habe ich mich zugegebenermaßen nicht so intensiv gewidmet. Ein mittel-tiefer Dreiecks-Ausschnitt sollte mir reichen. Den nahtverdeckten Reißverschluss habe ich wundersamerweise im fantastischen Reißverschluss-Bermudadreieck Coban gefunden. Die Farbe passt quasi perfekt zu meiner Seide!



Blumen in kurzem Haar zu tragen, ist eine kleine Herausforderung. Zum Glück gab es in diesem Sommer in sämtlichen Läden, die Haar-Accessoires anbieten, diverse Blumenbänder, die man anprobieren kann, um schonmal eine Richtung anzuvisieren. Mir gefiel das alles  ganz gut, sowohl groß und wuchtig, als auch klein und filigran. Aber ich wollte natürlich lieber echte Blumen tragen. Ich fand ein geflochtenes Haarband, das mit meiner derzeitigen Haarfarbe gut harmonierte und experimentierte mit Schleierkraut. Klappte einwandfrei!
Am Tag der Hochzeit besorgte ich mir vom Floristen also Schleierkraut, und weil ich die Kamille so schön fand, nahm ich sie auch mit. Dann machte ich spontan noch einen Ausflug in den Garten meiner Eltern und pflückte da noch Thymian und Lavendel:


Der Rest landete in der Vase. Ein weiteres Accessoires fürs Outfit sollte meine geliebte Achat-Scheibe sein.


Für mehr Lässigkeit sollte mein Kimono sorgen, wenn es kühl würde (am kühlsten war es eigentlich während der Trauung...). Und meine Kamera sollte mit, damit es Partybilder gab. Schade, dass der Spiegel im Hotelzimmer so "Effekt-Flecken" hatte... also gefleckte Spiegel-Selfies bevor es los ging...

 

Wer fotografiert ist ja meist selbst kaum auf Fotos zu sehen... Also keine Party-Fotos vom Kleid.


Dass man mal ein langes Kleid tragen konnte, machte nicht nur mir Spaß. Aber es war ja natürlich auch erlaubt, seine schönen Beine zu zeigen.


Zur Entstehung des Kleides:

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