Sonntag, 13. März 2016

Milano

Irgendwann musste es dazu kommen. Irgendwann landet jeder, der in der Mode-/Textilbranche arbeitet, in Mailand. (Und nicht nur bei Milano Fashion im Hamburger Modecentrum ;))
Urlaub zu planen ist nicht so mein Ding. Schon gar nicht, wenn ich allein verreise. Schließlich hat man ja Zeit am Flughafen und kann noch vor Ort entscheiden, was man macht, wo man hingeht, wie man seinen Aufenthalt verbringt. Letztlich geht es mir im Urlaub nicht darum, eine Checklist abzuarbeiten, sondern in den Tag zu leben.





Wenn man planlos in den Tag lebt, darf man sich allerdings nicht wundern, wenn man einsam vor einem geschlossenen Museum steht, für das man quer durch die Stadt fahren muss. Und wer etwas orientierungslos herumspaziert, sollte nicht zu sehr versuchen, sich auf einer Karte zu finden, oder Handyakku (das rächt sich später) verschwenden, sondern eben einfach weiter flanieren und die Umgebung auf sich wirken lassen.



Anstelle von empfohlenen Anpeilpunkten entdeckt man trotzdem tolle Sachen!

(und vielleicht stellt sich später heraus, dass man zufällig doch richtig gelandet war!)


Wer kein genaues Ziel zu getakteten Zeiten abklappern muss, kann dann ja auch einfach mal irgendwo mit der Kamera-Mehrfachbelichtung experimentieren... auch wenn dann alles unscharf ist ;)

Ohne Vorbereitung verpasst man natürlich die besten Parties im Park...

Und landet in der falschen Straßenbahn...
Aber hey, vielleicht ist es ausgerechnet eine historische Straßenbahn! Und weil man sich verfahren hat, kann man gleich an der nächsten Haltestelle die Gegenrichtung zurück fahren!



Die planlose Erkundungstour hat klare Vor- und Nachteile. Manches sieht man zweimal, anderes gar nicht. Manches, das man zum zweiten Mal anpeilt ist nicht dringend so toll, wie man dachte.

So das Prada Museum.
Die Ausstellungen waren mir zu grotesk. Es gab für mich keinen Bezug zur Mode. Zu Form und Farbe, sowie Politik und... Kunst? Aber es gab keine Kleider, keine Taschen, keine Schuhe. Ist ja auch eine Aussage, aber erwartet hatte ich wenigstens einen kleinen Teil von der Kostüm-Historie der Marke Prada... Die äußere Architektur der Fondazione Prada hat mir allerdings gefallen.




Der Höhepunkt ist die Bar Luce. Das Design stammt von Wes Anderson.




Ich glaube, es ist nicht verkehrt, wenn man die Restaurants in einem Museum toll findet. Es gehört ja dazu und wenn man dort pausiert, um zu essen und zu trinken, will man in der Stimmung bleiben, in die die Ausstellungen einen versetzt haben. Ich war zweimal in der Bar Luce, weil mir die Stimmung dort lieber war, als bei den Ausstellungen selbst. -Die Grotte fand ich beeindruckend. Es war nur zu dunkel für Fotos. Bestimmt habe ich einfach keinen guten Zeitpunkt erwischt. Wechsel bei den Ausstellungen ist ja üblich. -Und wer sich vorher eben nicht informiert, ist eben selbst Schuld!

Weiter mit Milano in Alltagssituationen:



Meteorologisch ist der Frühling in Mailand schon klar vorangeschrittener, als in Hamburg. Also hat Eis schon geschmeckt!

Auf einer Dachterasse am Mailänder Dom konnte ich Spatzen beobachten, die ungeduldig darauf warteten, dass sie Brot von Gästen bekommen.




Und der Nachmittag im Park war besser als Honig für die Seele!




... na gut, für meine nächste Reise checke ich mal vorher die Party-Termine. Nur fliegendes Konfetti ist besser, als Konfettireste am Boden...

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