Montag, 14. Dezember 2015

EL VY @Grünspan 2.12.2015


An meinen Vorsatz für dieses Jahr, mehr auf Konzerte zu gehen, habe ich mich nicht wirklich gehalten. Zumindest kam es mir am zweiten Dezember sehr seltsam vor, einer Vorband zu lauschen, während ich doch eigentlich nur so schnell wie möglich Matt Berninger hören wollte! Zu gut hatte ich vergessen, wie gut oder schlecht die Vorband zur Hauptband passen kann. The Penny Serfs hätten theoretisch auch Opener für sowas wie Green Day sein können. Ich konnte mich irgendwie nicht so richtig für sie begeistern. Aber ich hatte vorher auch nichts von ihnen gehört, und das erste Reinhören in eine Band begeistert ja nicht immer sofort. -Naja, bei mir. Vielleicht höre ich sie mir ja doch nochmal an...

Ich hatte auch vergessen, wie lange so eine Umbauphase zwischen Vorband und Hauptband dauert. Zu lange, so viel steht fest. Die "Zwischenbeschallung", die dann aus den Boxen des Grünspans kam, schien kurioserweise besser zu EL VY zu passen, als The Penny Serfs: God only Knows von The Beach Boys, eine Version von Islands in the Stream (zu der ich die Interpreten nicht benennen kann...)... dazu roch es irgendwie nach Party-Schnittchen! Höchstwahrscheinlich nur Einbildung. Aber irgendwie so passend in der flauschigen Umgebung. Größenmäßig ist mit das Grünspan ja wesentlich lieber ist, als die Locations in denen man The National sehen kann.

Ich lese so gut wie nie Musikmagazine (weder online noch als Schriftausgabe) und weiß daher gar nicht, was die Kritiker so zu EL VY's Return to the Moon geschrieben haben. An The National liebe ich diesen tief dramatischen Ton, der sich so herrlich orcheströs aufbaut, dass die Gänsehaut vorprogrammiert ist. Return to the Moon war so überraschend "partytauglich", irgendwie ironisch poppig. Sehr erfrischend retro-hip! Der Albumtitelgeber ist mein Lieblingstrack des Albums, dabei kann ich nicht richtig sagen, warum. Die anderen Songs haben alle ihre speziellen Besonderheiten, die mir gefallen.
"Sad Case/Happiness, Missouri" war live absolut umwerfend! -Kann man auf dem Album schon fast ahnen, dass dies das Highlight wäre, wenn man Matt Berninger mal live erlebt hat. Man weiß irgendwie schon, dass die Albumversion nur eine schwächelige Erstversion eines großartigen Liveacts ist. Es ist eben ein Stück, bei dem man sich vollkommen hingeben muss. Ich glaubte, dass Matt wohl jeden Moment in die Menge stürmen würde. Er blieb aber vorne bei der Groupie-Reihe und ließ mitschmettern.

Leider war das Konzert einfach viel zu kurz. Immerhin wurde mit einer Coverversion von "She drives me crazy" gestreckt. Auch sowas, wo man dachte, es gibt einen Sprung in die Menge ;)







Keine Kommentare:

Kommentar posten

Instagram