Mittwoch, 27. Mai 2015

swing in silk


Es ist Mittwoch und ich habe Urlaub und folglich auch Zeit zum nähen und zum virtuellen präsentieren. Zum heutigen MMM hat das Beswingte Fräulein den Startschuss gegeben mit einem hübschen 50ies-Capelet. Ich zeige mein neues Seidenkleid, das ich wohl zur nächsten Tanzparty ausführen werde.
So seltsam das ist: Bis zu diesem Projekt hatte ich noch nie Wasch-Seide vernäht. Wildseide schonmal und ich glaube auch Chiffon. Aber Waschseide ist ja doch irgendwie anders. Zickiger!
Naja, irgendwie muss man ja auch mal die Erfahrung machen und es war ein Rest mit ein, zwei Fehlerchen, also jetzt auch nicht so der Kostenaufwand. Wenn man das bedenkt ist das Resultat ja auch sogar ganz schön geworden:


Es handelt sich hier um ein Schnittmuster, welches ich dann hiermit zum dritten Mal genäht habe. Die anderen Versionen habe ich hier zusammengefasst: klick
Da der Stoff eigentlich nicht ausreichte für dieses Projekt, habe ich beschlossen, den Rücken mal ganz anders zu gestalten. Teilungsnähte und so...

Normalerweise ja auch kein Problem. -Wenn der Stoff nicht so zickig ist :D
Die Waschseide lässt sich wirklich nicht so toll manipulieren. Kleine Unebenheiten lassen sich auch nicht so nett wegdämpfen oder bügeln, wie man das von anderen Stoffen kennt.
Wenn die Nadel schonmal einen anderen Stoff geküsst hat, rächt sich die Seide sofort für diesen Affront (Ziehfäden!) (lassen sich aber wieder glatt ziehen). Und komm mir nicht mit Stecknadeln oder schlimmer noch: Wonderclips! (mit denen kann ich eh nicht so gut üm, da sind die Seide und ich uns also fast einig...)


Ja, also besser nicht so genau hinschauen und lieber etwas Abstand lassen...


Ich hatte eigentlich vor, dieses Mal den Rücken höher zu schließen. Aber aufgrund der begrenzten Stoffmenge und der Tatsache, dass dieses Kleid sowieso kein Unterkleid braucht, weil es ein ganzes Futter bekommen hat (hätte sonst geklebt), ist es wieder ein tiefer Ausschnitt geworden.




Mit Gürtel:


Ach, zum Tanzen wirds gut sein!


Kommentare:

  1. Ich bin sicher, dass trotzdem jeder mit Dir Tanzen will und gerade im schummrigen Licht der Tanzlokalitäten wird niemand kleinere Ziehfäden oder Ähnliches bemerken :)

    AntwortenLöschen
  2. wenn du nicht mit nadeln die stofflagen fixiert hast, wie denn dann?
    also, ich arbeite sehr gerne und fast ausschliessliuch mit seiden aller art.
    als stekcnadeln braucht man besonders dünne, die keine spuren hinterlassen.
    z.b. diese (strärke 0,4!!)
    http://www.naehpark.com/steck-sicherheitsnadeln/PRYM-Glaskopfstecknadeln-super-fein-0-40x35mm-rot.html?gclid=COLsm4juvsYCFcPMtAodYnsGuA
    oder aber extra für die seide empfohlen stärke 0,5 super fein(nicht zu verwechseln mit extra fein!):
    http://www.stoffolino.de/media/catalog/product/cache/1/image/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/1/3/1359986487-71.jpg
    wenn man auf stecken verzichtet- bleibt alles per hand reihen mit stick oder seidengarn.
    zum nähen an der maschine braucht man nr. 60, 65, 70 ,aber dann auch Microtex!
    dann wirds ohne probleme gehen.
    ach ja.. die 0,4 nadeln... die gehen sogar in taucher-neopren rein, aber tun sau mäßig weh, wenn man sich dann pieckst:-) also,vorsicht!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für die Tipps! Ich hatte nur extrafeine 0,5er Stecknadeln, und die Seide damit auch fixiert. Aber wie gesagt, als vergnüglich empfand ich das nicht. Probiere es also beim nächsten Projekt mit den 0,4ern :)

      Löschen
    2. es müssten dann 0,5 SUPERfein sein.
      sie sind bei vielen händler auch "für seide" extra deklariert;-)
      extrafein sind dafür zu dick.

      Löschen

Instagram